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Illegale Grundwasserbrunnen

Laut einer neuen Studie sollen im Iran rund 300.000 Grundwassergruben ohne offizielle Genehmigung gebohrt worden sein. Die illegalen Brunnen dienten vor allem der Landwirtschaft, teilte der Leiter der iranischen Organisation für den Schutz und die Förderung von Wasserquellen, Mohammad Ali Mostafawi, laut der Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch mit. Demnach wurden in der Provinz West-Aserbaidschan mit 27.000, in Ost-Aserbaidschan mit 20.000 und in Golestan mit 17.000 die meisten illegalen Grundwassergruben aufgedeckt. In den vergangenen Jahren seien dadurch bis zu 121 Milliarden Kubikmeter Grundwasser unerlaubt entnommen worden, so Mostafawi. Nur 4.000 der illegalen Brunnen sind laut ISNA von der Regierung bislang wieder verschlossen worden.

Dabei kämpft der Iran mit Wasserknappheit. Grund ist der geringe Niederschlag der vergangenen Monate. Seit 46 Jahren hat es innerhalb eines Jahres nie so wenig geregnet wie in diesem Zeitraum. Langzeitprognosen sehen für den Iran einen markanten Rückgang der Niederschläge und damit ein Absinken des Grundwasserspiegels voraus. 2014 seien 23 Prozent weniger Wasser als sonst in die iranischen Staudämme geflossen. Verantwortliche warnen, dass es zu Engpässen bei der Wasserversorgung in den Städten Teheran, Isfahan, Bandar Abbas, Mashhad, Ghom, Shiraz, Ahvaz und Abadan kommen werde.

(fh)