transparent
Iran Journal Logo
Ein Projekt von Transparency for Iran Logo

Zeitgenössische Kunst aus Iran
Räumliche Poesie – Kunstwerke von Siah Armajani

  • „Die Mauer“, Tinte, Faser, Aquarell, Garn und Stoff, 42 x 77cm, 1958 Siah Armajani, geboren 1939, gehört zu einer Generation iranischer Künstler, die ihre eigene Version von einer Kunst der Moderne mit einem reifen individuellen Charakter entwickelte. Armajani verließ den Iran 1960 im Alter von 21 Jahren und lebt seit dem in den USA. Inspiriert von der amerikanischen Pop-Art, nutzt er in seinen frühen Werken einen ähnlichen Ansatz, aber iranische Motive und Themen. Das war ein gemeinsames Charakteristikum vieler iranischer Künstler zu diesem Zeitpunkt, insbesondere jenen der sogenannten Saqqakhaneh-Schule wie Parviz Tanavoli, Hossein Zenderoudi und Marcos Grigorian. Armajani traf Tanavoli und Grigorian in Minneapolis und schloss sich der Gruppe für eine Weile an. Das Werk oben gehört zu dieser Phase seines künstlerischen Werks.

    „Die Mauer“, Tinte, Faser, Aquarell, Garn und Stoff, 42 x 77cm, 1958

    Siah Armajani, geboren 1939, gehört zu einer Generation iranischer Künstler, die ihre eigene Version von einer Kunst der Moderne mit einem reifen individuellen Charakter entwickelte. Armajani verließ den Iran 1960 im Alter von 21 Jahren und lebt seit dem in den USA. Inspiriert von der amerikanischen Pop-Art, nutzt er in seinen frühen Werken einen ähnlichen Ansatz, aber iranische Motive und Themen. Das war ein gemeinsames Charakteristikum vieler iranischer Künstler zu diesem Zeitpunkt, insbesondere jenen der sogenannten Saqqakhaneh-Schule wie Parviz Tanavoli, Hossein Zenderoudi und Marcos Grigorian. Armajani traf Tanavoli und Grigorian in Minneapolis und schloss sich der Gruppe für eine Weile an. Das Werk oben gehört zu dieser Phase seines künstlerischen Werks.

  • „Eine Zahl zwischen Null und Eins“, Stahl und Papier, 264,2 x 38,1 x 27,9cm, 1970 Später interessierte sich Armajani für die Konzeptkunstbewegung und gab die Verwendung von iranischen Motiven auf. Viele Arbeiten der zweiten Phase seines Werks stellen nutzlose wissenschaftliche Erfindungen dar. Diese Arbeiten wurden von der amerikanischen Kunstszene überaus positiv aufgenommen und machten den Künstler berühmt. Das Werk oben stellt ein Beispiel dafür dar. Es ist eine Dezimalzahl auf 25.974 Seiten Papier ausgedruckt. Die Zahl besteht aus einer Reihe von 205.714.080 Nullen und einer Eins. Das Interesse des Künstlers an unpraktischen wissenschaftlichen Konfigurationen entstammt seiner akademischen Ausbildung im Bereich Philosophie und Mathematik in den USA.

    „Eine Zahl zwischen Null und Eins“, Stahl und Papier, 264,2 x 38,1 x 27,9cm, 1970

    Später interessierte sich Armajani für die Konzeptkunstbewegung und gab die Verwendung von iranischen Motiven auf. Viele Arbeiten der zweiten Phase seines Werks stellen nutzlose wissenschaftliche Erfindungen dar. Diese Arbeiten wurden von der amerikanischen Kunstszene überaus positiv aufgenommen und machten den Künstler berühmt. Das Werk oben stellt ein Beispiel dafür dar. Es ist eine Dezimalzahl auf 25.974 Seiten Papier ausgedruckt. Die Zahl besteht aus einer Reihe von 205.714.080 Nullen und einer Eins. Das Interesse des Künstlers an unpraktischen wissenschaftlichen Konfigurationen entstammt seiner akademischen Ausbildung im Bereich Philosophie und Mathematik in den USA.

  • „Brücke über einem Baum“, Balsaholz, 27,5 x 127,5 x 11cm, Sammlung Max Protetch, New York, 1970 Seine nächste künstlerische Etappe zeichnet sich aus durch die Besessenheit von Architektur als künstlerischer Ausdrucksform. Armajanis früheres Interesse an den Darstellungen von Raum in persischen Miniaturen führte ihn zum Aufbau seiner bezaubernden Räume, in denen konstruktivistische Ästhetik mit amerikanischer Architektur der Moderne verknüpft ist. Durch diese Arbeiten wurde Armajani zum einflussreichen Akteur im Bereich „Public Art“ in den USA. Er begann, Leseräume und Gartenlauben aufzubauen, die der Dichtung und der Philosophie gewidmet waren. Eine Sucht nach Text, die schon in seiner ersten künstlerischen Etappe vorhanden war, tritt erneut in seiner Arbeit auf. Dies äußert sich nicht nur in der Funktion der Bauwerke, sondern auch in den Zitaten, die auf jenen eingetragen sind. Armajani sieht seine Werke als inspiriert vom Vorhandensein des Schreibens in der iranischen Architektur, wo Verse aus dem Koran oder persische Dichtungen die öffentlichen Gebäude verzieren.

    „Brücke über einem Baum“, Balsaholz, 27,5 x 127,5 x 11cm, Sammlung Max Protetch, New York, 1970

    Seine nächste künstlerische Etappe zeichnet sich aus durch die Besessenheit von Architektur als künstlerischer Ausdrucksform. Armajanis früheres Interesse an den Darstellungen von Raum in persischen Miniaturen führte ihn zum Aufbau seiner bezaubernden Räume, in denen konstruktivistische Ästhetik mit amerikanischer Architektur der Moderne verknüpft ist. Durch diese Arbeiten wurde Armajani zum einflussreichen Akteur im Bereich „Public Art“ in den USA. Er begann, Leseräume und Gartenlauben aufzubauen, die der Dichtung und der Philosophie gewidmet waren. Eine Sucht nach Text, die schon in seiner ersten künstlerischen Etappe vorhanden war, tritt erneut in seiner Arbeit auf. Dies äußert sich nicht nur in der Funktion der Bauwerke, sondern auch in den Zitaten, die auf jenen eingetragen sind. Armajani sieht seine Werke als inspiriert vom Vorhandensein des Schreibens in der iranischen Architektur, wo Verse aus dem Koran oder persische Dichtungen die öffentlichen Gebäude verzieren.

  • „Brücke über einem Baum“, Holz, Fichte, 335 x 2591 x 122cm, Minneapolis, 1970 Zu den bekanntesten Werken Armajanis gehören seine Brücken. Für ihn ist die Brücke ein philosophisches Konstrukt. Nicht nur verbindet sie verschiedene Gebiete, sondern sie schafft auch einen Zwischenraum, in dem der Beobachter sowie das, was vor und was hinter ihm liegt, zusammenkommen.

    „Brücke über einem Baum“, Holz, Fichte, 335 x 2591 x 122cm, Minneapolis, 1970

    Zu den bekanntesten Werken Armajanis gehören seine Brücken. Für ihn ist die Brücke ein philosophisches Konstrukt. Nicht nur verbindet sie verschiedene Gebiete, sondern sie schafft auch einen Zwischenraum, in dem der Beobachter sowie das, was vor und was hinter ihm liegt, zusammenkommen.

  • „NOAA Brücke“, bemaltes Holz, Holz, 23,5 x 30,5 x 87cm, Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde, Seattle, 1982 Den Erfolg seiner Brücken führt Armajani auf die Tatsache zurück, dass diese von den Nutzern nicht als Kunst gesehen würden. Er schrieb häufig dieses Zitat des US-amerikanischen Philosophen und Schriftstellers Ralph Waldo Emerson auf seine Werke: „Schönheit muss zurück zur nützlichen Kunst und der Unterschied zwischen schönen und nützlichen Künsten muss vergessen werden.“

    „NOAA Brücke“, bemaltes Holz, Holz, 23,5 x 30,5 x 87cm, Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde, Seattle, 1982

    Den Erfolg seiner Brücken führt Armajani auf die Tatsache zurück, dass diese von den Nutzern nicht als Kunst gesehen würden. Er schrieb häufig dieses Zitat des US-amerikanischen Philosophen und Schriftstellers Ralph Waldo Emerson auf seine Werke: „Schönheit muss zurück zur nützlichen Kunst und der Unterschied zwischen schönen und nützlichen Künsten muss vergessen werden.“

  • „Straßenecke Nr. 3“, lackiertes Holz und Bronze, 152,4 x 370,2 x 46,4cm, 1995 Manche von Armajanis Entwürfen sind symbolisch und für Galerieräume bestimmt. Manche können nur auf dem Papier als eindrucksvolle Bilder existieren. Er hat aber viele seiner Brücken auch im Großmaßstab in den USA und Europa gebaut.

    „Straßenecke Nr. 3“, lackiertes Holz und Bronze, 152,4 x 370,2 x 46,4cm, 1995

    Manche von Armajanis Entwürfen sind symbolisch und für Galerieräume bestimmt. Manche können nur auf dem Papier als eindrucksvolle Bilder existieren. Er hat aber viele seiner Brücken auch im Großmaßstab in den USA und Europa gebaut.

  • „Irene Hixon Whitney Brücke“, Stahl, Holz, Lackierung, Beton, Messing, 11552 x 366 x 884cm, Minneapolis, Minnesota, 1988 Zusammen mit der Fackel für die Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta (Georgia) zählt diese Brücke zu den bekanntesten Großprojekten Armajanis.

    „Irene Hixon Whitney Brücke“, Stahl, Holz, Lackierung, Beton, Messing, 11552 x 366 x 884cm, Minneapolis, Minnesota, 1988

    Zusammen mit der Fackel für die Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta (Georgia) zählt diese Brücke zu den bekanntesten Großprojekten Armajanis.

  • „Brücke/Rampe“, Stahl, 600 x 5860 x 207cm, Innenhof der BW-Bank, Stuttgart 1994 Mit seinen Brücken und Gartenlauben überbrückt Armajani die Kluft zwischen Kunst und Architektur. Die oben gezeigte Brücke ist in Deutschland gebaut.

    „Brücke/Rampe“, Stahl, 600 x 5860 x 207cm, Innenhof der BW-Bank, Stuttgart 1994

    Mit seinen Brücken und Gartenlauben überbrückt Armajani die Kluft zwischen Kunst und Architektur. Die oben gezeigte Brücke ist in Deutschland gebaut.

  • „Glasbrücke am Cheekwood Botanischen Garten und Kunstmuseum“, Mixed Media, Nashville, Tennessee, 2003 Im Gegensatz zu dem, was der Begriff „Public Art“ impliziert, haben Armajanis öffentliche Strukturen nicht notwendigerweise gesellschaftliche Funktionen.

    „Glasbrücke am Cheekwood Botanischen Garten und Kunstmuseum“, Mixed Media, Nashville, Tennessee, 2003

    Im Gegensatz zu dem, was der Begriff „Public Art“ impliziert, haben Armajanis öffentliche Strukturen nicht notwendigerweise gesellschaftliche Funktionen.

  • Gartenlaube für zwei Anarchisten: Gabriella Antolini und Alberto Antolini“, lackierter Stahl und Holz, 320 x 990 x 257cm, 1992 Als ein selbst ernannter Anarchist hat Armajani Denkmäler für Anarchisten oder diejenigen aufgebaut, die er als Anarchisten ansieht. Dazu gehört seiner Meinung nach auch der amerikanische Linguist Noam Chomsky. Diese Denkmäler können Leseräume, Gartenlauben oder neuerdings auch Grabmale sein.

    Gartenlaube für zwei Anarchisten: Gabriella Antolini und Alberto Antolini“, lackierter Stahl und Holz, 320 x 990 x 257cm, 1992

    Als ein selbst ernannter Anarchist hat Armajani Denkmäler für Anarchisten oder diejenigen aufgebaut, die er als Anarchisten ansieht. Dazu gehört seiner Meinung nach auch der amerikanische Linguist Noam Chomsky. Diese Denkmäler können Leseräume, Gartenlauben oder neuerdings auch Grabmale sein.

  • Grabstätte für Nima“, Filzstift auf Millimeterpapier, 61 x 91,4cm, 2014
 Das Werk ist als ein Grabmal für Nima Yooshij, den iranischen Dichter der Moderne, gedacht. Yooshij ist für den Kurswechsel der persischen Dichtung im 20. Jahrhundert verantwortlich. Anstatt den Tod zu verkörpern, feiert Armajani in seinen Grabmalen das Leben derer, die er darstellt. So sind die Denkmäler eine Wiedergabe von deren imaginären Habitat und nicht eine Erinnerung an ihre Abwesenheit.

    Grabstätte für Nima“, Filzstift auf Millimeterpapier, 61 x 91,4cm, 2014


    Das Werk ist als ein Grabmal für Nima Yooshij, den iranischen Dichter der Moderne, gedacht. Yooshij ist für den Kurswechsel der persischen Dichtung im 20. Jahrhundert verantwortlich. Anstatt den Tod zu verkörpern, feiert Armajani in seinen Grabmalen das Leben derer, die er darstellt. So sind die Denkmäler eine Wiedergabe von deren imaginären Habitat und nicht eine Erinnerung an ihre Abwesenheit.

  • Grabstätte für Nima“, Beton, Holz, Schindeln, Lackierung, 139,7 x 426,7 x 152,4cm, 2012
 Nach Ansicht des Künstlers selbst stellen seine Grabstätten einen Wechsel dar von den früheren öffentlich zugänglichen Kunstwerken zu unnahbaren und persönlichen. Die sind für Galerien und Museen bestimmt und nicht für öffentliche Räume.

    Grabstätte für Nima“, Beton, Holz, Schindeln, Lackierung, 139,7 x 426,7 x 152,4cm, 2012


    Nach Ansicht des Künstlers selbst stellen seine Grabstätten einen Wechsel dar von den früheren öffentlich zugänglichen Kunstwerken zu unnahbaren und persönlichen. Die sind für Galerien und Museen bestimmt und nicht für öffentliche Räume.

  • „Grabstätte für Walt Whitman“, Filzstift auf Millimeterpapier, 70 x 91,4cm, Privatsammlung, 2012 Armajanis Grabstätten zeigen ein Misstrauen gegenüber dem Begriff „Public Art“. Die letzte Grabstätte ist für den Künstler selbst gedacht.

    „Grabstätte für Walt Whitman“, Filzstift auf Millimeterpapier, 70 x 91,4cm, Privatsammlung, 2012

    Armajanis Grabstätten zeigen ein Misstrauen gegenüber dem Begriff „Public Art“. Die letzte Grabstätte ist für den Künstler selbst gedacht.

  • „Grabstätte für Heidegger“, Filzstift auf Millimeterpapier, 61 x 91,4cm, 2012 Im Jahr 1972 war Armajani Teilnehmer der von Harald Szeemann organisierten Documenta 5 in Kassel. Er war auch auf der Documenta 7 (1982) und der Documenta 8 vertreten.

    „Grabstätte für Heidegger“, Filzstift auf Millimeterpapier, 61 x 91,4cm, 2012

    Im Jahr 1972 war Armajani Teilnehmer der von Harald Szeemann organisierten Documenta 5 in Kassel. Er war auch auf der Documenta 7 (1982) und der Documenta 8 vertreten.

  • „Ein Exilierter träumt vom Heiligen Adorno“, Glas, laminiertes Ahornholz, Holz, Lackierung, Plexiglas, Kupfer, Metall, Kleidung, Stoff, Putz, 320 x 508 x 472cm, Sammlung: Minneapolis Institute of Art, 2009 Obwohl Armajanis Bezug zur Kunst sehr intellektuell und mit einem Interesse an Text verbunden ist, liegt ihr Wert nicht nur im konzeptionellen Inhalt. Er ist geprägt von einer starken visuellen Qualität, die die Betrachter von der ersten Begegnung an tief beeindruckt. Es ist Armajani während des gesamten Verlaufs seiner Karriere gelungen, eine eigene unverkennbare Ästhetik zu schaffen.

    „Ein Exilierter träumt vom Heiligen Adorno“, Glas, laminiertes Ahornholz, Holz, Lackierung, Plexiglas, Kupfer, Metall, Kleidung, Stoff, Putz, 320 x 508 x 472cm, Sammlung: Minneapolis Institute of Art, 2009

    Obwohl Armajanis Bezug zur Kunst sehr intellektuell und mit einem Interesse an Text verbunden ist, liegt ihr Wert nicht nur im konzeptionellen Inhalt. Er ist geprägt von einer starken visuellen Qualität, die die Betrachter von der ersten Begegnung an tief beeindruckt. Es ist Armajani während des gesamten Verlaufs seiner Karriere gelungen, eine eigene unverkennbare Ästhetik zu schaffen.

  • „Emersons Wohnzimmer“, Glas, laminiertes Ahornholz, Matratze, Sperrholz, Spiegel, Mantel, Hut, Gehstock, 310 × 700 × 660cm, 2005 Unter dem Einfluss der Ästhetik der amerikanischen Architektur der Moderne spielt Transparenz eine wichtige Rolle in Armajanis Werk. Solche Transparenz steht auch im Einklang mit den Dichtern und Philosophen, die Armajani zitiert: Wenn Sprache das Haus des Seins ist, wie Heidegger sagte, gelten dann die Werke dieser Schriftsteller als transparente Wohnungen für ihre Leser, egal wie unzugänglich sie sein mögen.

    „Emersons Wohnzimmer“, Glas, laminiertes Ahornholz, Matratze, Sperrholz, Spiegel, Mantel, Hut, Gehstock, 310 × 700 × 660cm, 2005

    Unter dem Einfluss der Ästhetik der amerikanischen Architektur der Moderne spielt Transparenz eine wichtige Rolle in Armajanis Werk. Solche Transparenz steht auch im Einklang mit den Dichtern und Philosophen, die Armajani zitiert: Wenn Sprache das Haus des Seins ist, wie Heidegger sagte, gelten dann die Werke dieser Schriftsteller als transparente Wohnungen für ihre Leser, egal wie unzugänglich sie sein mögen.

  • „Falludscha“, laminiertes Holz, Lackierung, Stahl, Glas, Stoff, Kupferdraht, Perserteppich und Glühlampe, 503 x 305 x 358cm, 2004-05 Als es zum ersten Mal gezeigt wurde, sorgte „Falludscha“ für eine Sensation. Es verweist absichtlich auf Picassos Guernica und entnimmt manche Motive daraus. Das Falludscha-Massaker wurde von vielen mit der Bombardierung von Guernica verglichen. Armajani hielt es für angemessen, diesem Vergleich eine visuelle Darstellung zu geben. Das Werk zeigt ein Wohnhaus, dessen Obergeschosse in das Erdgeschoss hereingefallen sind.

    „Falludscha“, laminiertes Holz, Lackierung, Stahl, Glas, Stoff, Kupferdraht, Perserteppich und Glühlampe, 503 x 305 x 358cm, 2004-05

    Als es zum ersten Mal gezeigt wurde, sorgte „Falludscha“ für eine Sensation. Es verweist absichtlich auf Picassos Guernica und entnimmt manche Motive daraus. Das Falludscha-Massaker wurde von vielen mit der Bombardierung von Guernica verglichen. Armajani hielt es für angemessen, diesem Vergleich eine visuelle Darstellung zu geben. Das Werk zeigt ein Wohnhaus, dessen Obergeschosse in das Erdgeschoss hereingefallen sind.

  • „Falludscha“, laminiertes Holz, Lackierung, Stahl, Glas, Stoff, Kupferdraht, Perserteppich, und Glühlampe, 503 x 305 x 358cm, 2004-05 Die Operation „Phantom Fury“ war eine Offensive der US-Armee gegen die irakische Stadt Falludscha. Infolge des Irakkriegs hatte sich die Stadt in der Zeit der amerikanischen Besatzung als Rebellenhochburg etabliert. Die Operation begann am 8. November 2004. Das US-Militär gab nach der Schlacht bekannt, dass es sich um den schwersten Häuserkampf seit der Schlacht um Hue in Vietnam 1968 gehandelt habe.

    „Falludscha“, laminiertes Holz, Lackierung, Stahl, Glas, Stoff, Kupferdraht, Perserteppich, und Glühlampe, 503 x 305 x 358cm, 2004-05

    Die Operation „Phantom Fury“ war eine Offensive der US-Armee gegen die irakische Stadt Falludscha. Infolge des Irakkriegs hatte sich die Stadt in der Zeit der amerikanischen Besatzung als Rebellenhochburg etabliert. Die Operation begann am 8. November 2004. Das US-Militär gab nach der Schlacht bekannt, dass es sich um den schwersten Häuserkampf seit der Schlacht um Hue in Vietnam 1968 gehandelt habe.

  • „Studie für Falludscha“, mixed media auf gedrucktem Bild, 62 x 50cm, 2004 Im Rahmen der Offensive wurden laut US-Angaben etwa 1.200 Rebellen getötet. Laut der englischen Organisation Iraqi Body Count starben etwa 700 Zivilisten. Infolge der Kampfhandlungen wurden große Teile Falludschas zerstört und ein signifikanter Anteil der Bevölkerung kehrte nicht zurück. Im Herbst 2005 wurde durch britische und italienische Medienberichte bekannt, dass die US-Truppen in Falludscha weißen Phosphor und Mark-77-Bomben gegen Bunkeranlagen in der Stadt eingesetzt hatten. Text: SARANG BAHRAMI (bahrami@iranjournal.org)

    „Studie für Falludscha“, mixed media auf gedrucktem Bild, 62 x 50cm, 2004

    Im Rahmen der Offensive wurden laut US-Angaben etwa 1.200 Rebellen getötet. Laut der englischen Organisation Iraqi Body Count starben etwa 700 Zivilisten. Infolge der Kampfhandlungen wurden große Teile Falludschas zerstört und ein signifikanter Anteil der Bevölkerung kehrte nicht zurück. Im Herbst 2005 wurde durch britische und italienische Medienberichte bekannt, dass die US-Truppen in Falludscha weißen Phosphor und Mark-77-Bomben gegen Bunkeranlagen in der Stadt eingesetzt hatten.

    Text: SARANG BAHRAMI (bahrami@iranjournal.org)

Für die letzte digitale Kunstausstellung des Iran Journal – Kunstwerke von Abloghassem Saidi – klicken Sie hier!