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Weltweit meiste Hinrichtungen im Iran

Im Iran wurden im Jahr 2015 977 Menschen hingerichtet. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Die meisten Todesstrafen erfolgten wegen Drogendelikten. Unter den Hingerichteten befanden sich auch 16 Jugendliche unter 18 Jahren. Der Iran ist laut Amnesty weltweit eines der letzten Länder, die Minderjährige nicht von der Todesstrafe ausnehmen.

Laut dem aktuellen Bericht der Menschenrechtsorganisation stieg die Zahl von Hinrichtungen weltweit mit insgesamt 1.634 im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent. „Den Hauptanteil an diesem drastischen Anstieg haben Iran, Pakistan und Saudi-Arabien“, so Oliver Hendrich, Experte zum Thema Todesstrafe bei Amnesty International in Deutschland.

Bereits im Dezember hatte der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, die Lage der Menschenrechte in der islamischen Republik kritisiert. Die Hoffnungen auf eine Verbesserung unter Präsident Hassan Rouhani hätten sich nicht er­füllt, urteilte der UN-Beauftragte. Beunruhigend sei auch die anhaltende Verfolgung von Jour­na­lis­tInnen, AnwältInnen und MenschenrechtsaktivistInnen, die Einschränkung der Rechte von Frau­en und Mädchen sowie religiöser Minderheiten.

(fh)