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Welle von Konzertverboten

Die iranische Justiz hat kurzfristig das Konzert des iranischen Sängers und Komponisten Parvaz Homay untersagt. Es sollte am Mittwoch in Teheran stattfinden. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die Veranstalter des Konzerts. Es wäre das erste Konzert Homays im Iran seit acht Jahren gewesen. Alle Tickets waren ausverkauft. Der Veranstalter hat angekündigt, die Eintrittspreise innerhalb der kommenden sieben Tage zu erstatten, da nicht absehbar sei, wann der Auftritt stattfinden kann.

Zudem meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch, dass der Auftritt der Band Payavar in der nordiranischen Stadt Rasht zum zweiten Mal von staatlichen Behörden verboten wurde. Die Gruppe musste ihr Konzert zuvor laut Bandsänger Vahid Taj bereits von Mai auf Juni verschieben

Anfang der Woche hatte das iranische Ordnungsamt auch dem traditionellen Ghazal-Ensemble des Komponisten und Kamantschehspielers Kayhan Kalhor die Genehmigung für ein am 10. Juni in Teheran geplantes Konzert versagt. Der Sprecher des Kulturministeriums, Hossein Noushabadi, kritisierte deshalb, die Polizei sei rechtlich nicht befugt, eine Musikveranstaltung zu verbieten.

Vor einigen Monaten bereits sagte der Geschäftsführer des „Hauses der Musik“, Mohammadreza Nourbakhsh, die staatlichen Einschränkungen von Musikveranstaltungen hätten zugenommen, obwohl dies mit dem Amtsantritt des gemäßigten Präsidenten Hassan Rouhani nicht zu erwarten gewesen sei. Dazu gehörten die Verbote von Konzerten durch die Behörden. Allein 2014 wurden 20 Musikveranstaltungen von staatlichen Verantwortlichen abgesagt, obwohl sie die benötigte Genehmigung des Kulturministeriums hatten.

(fh)