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Veranstaltung mit Vizeparlamentschef verhindert

Sicherheitsbeamte haben am Sonntag einen Auftritt des iranischen Vizeparlamentschefs Ali Motahari bei einer Veranstaltung in der nordostiranischen Stadt Maschhad verhindert. Zudem wurde das Büro der Reform-Anhänger in der Provinz Khorasan Razawi, die die Veranstaltung organisiert hatten, von der Polizei verriegelt. Der iranische Innenminister Abdolreza Rahmani Fazli kritisierte die Maßnahme. Die geplante Veranstaltung habe alle notwendige Genehmigungen gehabt, so Rahmani Fazli.

Motahari verglich den Vorgang in einem Schreiben an den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani mit „Methoden des extremistischen Islamischen Staats“. Er forderte Rouhani auf, „eine Lösung zur Rettung der Provinz vor totalitären Kräften zu überlegen“.

Der Parlamentarier Motahari ist bei den Ultrakonservativen im Iran sehr unbeliebt und wurde bereits mehrmals von seinen Gegnern angegriffen, zuletzt im März dieses Jahres in Shiraz. Motahari hatte im vergangenen Jahr den Hausarrest der iranischen Oppositionsführer Mir Hossein Moussawi und Mehdi Karroubi als „gesetzeswidrig“ bezeichnet. Zudem hatte er vor einigen Monaten den Freitagsprediger der Stadt Maschhad scharf kritisiert, der sich für ein Verbot von Konzerten in der Pilgerstadt ausgesprochen hatte.

(fh)