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US-Regierung will Spenden an iranische Flutopfer ermöglichen

Die USA sind bereit, Spenden für die Überschwemmungsopfer im Iran an das Internationale Rote Kreuz und den Roten Halbmond freizugeben. Das sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Dienstag. Die Hilfsorganisationen könnten die Gelder dann an den iranischen Roten Halbmond weiterleiten, so Pompeo.

Damit reagierte er auf einen Tweet des iranischen Außenministers Mohammad Javad Zarif vom Montag, die US-Finanzsanktionen würden den Roten Halbmond daran hindern, internationale Hilfen anzunehmen. „Das ist kein ökonomischer Krieg mehr, das ist ökonomischer Terrorismus“, hatte Zarif geschrieben. Pompeo wies dies am Dienstag zurück: Missmanagement der iranischen Regierung habe zu der schleppenden Hilfe für die Flutopfer geführt.

Laut offiziellen Angaben ist die Zahl der Todesopfer durch die schweren Überschwemmungen in vielen Teile des Iran auf 57 Menschen gestiegen. Über 450 Menschen wurden verletzt, 50.000 Wohnhäuser zerstört. Seit 14 Tagen sind 23 von 31 Provinzen des Iran von starken Regenfällen betroffen. Am Dienstag wurde die Situation in den westlichen und südwestlichen Provinzen Ilam, Kermanschah, Lorestan, Khuzestan, Chahar Mahal Bakhtiyari sowie Kohgiluye und Boyer Ahmad als sehr kritisch eingestuft. Allein in Khuzestan benötigen 100.000 Menschen dringend Notunterkünfte. Landesweit sind 400 Dörfer nach wie vor überflutet. In Lorestan sind die Zugangswege zu 250 Dörfern abgeschnitten.

(fh)