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Wut und Trauer über das Attentat in München

Dass der Attentäter von München aus dem Iran stammt, hat Reaktionen unter iranstämmigen Menschen in der ganzen Welt ausgelöst.Am Samstag verurteilte das iranische Außenministerium „die Ermordung von unschuldigen und wehrlosen Menschen“ und bezeichnete sie als ein „Schandfleck in der Geschichte der Menschheit“. Die Regierung des Iran fühle mit der deutschen Bevölkerung und der Regierung, betonte Bahram Ghassemi, Sprecher des Außenministeriums. Er rief die internationale Gemeinschaft zum „erbitterten Kampf gegen den Terrorismus“ auf.
Der Islamischen Republik Iran wird vonseiten der USA und ihrer Verbündeter Unterstützung des internationalen Terrorismus vorgeworfen. Teheran hat diesen Vorwurf stets bestritten.
IranerInnen aus der ganzen Welt zeigten sich im Internet empört über das Münchener Attentat. Viele bekunden Trauer und Mitleid mit den Angehörigen der Opfer. Manche finden es „beschämend“, dass ihr „Landsmann in Deutschland einen Massenmord“ begeht. Zahlreiche AktivistInnen der sozialen Netzwerke reagieren wütend auf die Bezeichnung „Deutsch-Iraner“, die in manchen deutschsprachigen Medien zur Identifikation des Täters verwendet wird. Manche posten als Reaktion darauf Fotos von erfolgreichen iranischstämmigen Menschen in Deutschland.

Der 18-jährige Schütze von München hat nach offiziellen Angaben neun Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Seine Leiche wurde etwa einen Kilometer vom Tatort entfernt entdeckt. Über die Motive des Täters wurde bisher nichts bekannt. (fp)