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Reformer werfen Hardlinern geplante Wahlmanipulation vor

Der Reformer-Partei „Etemad-e Melli“ liegen laut ihrem Vize-Vorsitzenden Rasoul Montakheb-Nia Informationen darüber vor, dass die gegnerischen Hardliner in geheimen Sitzungen besprochen hätten, eine Million WählerInnen aus iranischen Dörfern nach Teheran zu holen. Das sagte Montakheb-Nia laut der Nachrichtenagentur ILNA am Dienstag. Er habe das Innenministerium aufgefordert, die Informationen zu überprüfen, so der Parteivize weiter.

Gewöhnlich erreichen Reformer-Kandidaten bei iranischen Parlamentswahlen die höchsten Stimmenzahlen in der Hauptstadt. Die Reformer werfen den Hardlinern deshalb vor, mit den Stimmen aus den Dörfern die Teheraner Ergebnisse bei den Wahlen beeinflussen zu wollen.

Gleichzeitig hat der iranische Ex-Präsident und Kandidat für den Expertenrat Ayatollah Akbar Hashemi Rafsanjani vor der „Verbreitung von Gerüchten“ über gemäßigte Kandidaten gewarnt. „Ich hoffe, dass die Bevölkerung den Hardlinern bei den Wahlen eine Abrechnung erteilt“, so Rafsanjani.

Am 26. Februar finden im Iran die Parlaments- und Expertenratswahlen statt. Gewählt werden die 290 Abgeordneten für die 10. Legislaturperiode des iranischen Parlaments und die 86 Mitglieder für die 5. Legislaturperiode des Expertenrats.

(fh)