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Nasrin Sotoudeh geht gegen Richter vor

Die kürzlich zu 38 Jahren Haft verurteilte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh hat ihre Anwälte gebeten, ein Disziplinarverfahren gegen ihren Richter anzustrengen.

Dieser hatte in iranischen Nachrichtenagenturen von einer siebenjährigen Haftstrafe für die Menschenrechtlerin gesprochen. Die Falschinformation war auch von deutschen Medien übernommen worden.

Laut der Verurteilten verhängte das Gericht gemäß dem ihr ausgehändigten Urteil zwei Haftstrafen von 33 und fünf Jahren sowie 148 Peitschenhiebe gegen sie. Angeklagt war die Anwältin, die unter anderem Teilnehmerinnen der Proteste gegen den Kopftuchzwang im Iran verteidigt, wegen „moralischer Verdorbenheit“ und „Anstiftung zur Prostitution“. Sotoudeh widerspricht auch der Aussage des Richters, sie sei von einem Anwalt vor Gericht vertreten worden. Der Prozess habe in ihrer Abwesenheit stattgefunden und sie habe „zu keinem Zeitpunkt einen Anwalt“ gehabt, so die inhaftierte Frauenrechtlerin. (nb)

Weitere Informationen zu diesem Thema:

Video über Nasrin Sotoudeh (Englisch)

Empörung über hohe Haftstrafe für Sotoudeh

38 Jahre Haft und 148 Peitschenhiebe für Nasrin Sotoudeh