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Versammlung des Schriftstellervereins erneut verboten

Der iranische Informationsministerium hat die Jahresversammlung des iranischen Schriftstellervereins verboten. Das teilte der Verband am Sonntag mit. Demnach wollten die Mitglieder sich am Freitag in Teheran treffen, unter anderem um neue Vorstandsmitglieder zu wählen. Doch die Versammlung sei von Sicherheitskräften verhindert worden, heißt es in einer öffentlichen Erklärung des Vereins. Zudem sollen in den vergangenen zehn Tagen fünf Mitglieder ins Informationsministerium einbestellt und dort davor gewarnt worden sein, die Versammlung durchzuführen.

In den vergangenen Jahren sind Treffen des Verbands immer wieder von Sicherheitskräften verhindert worden. Ende August 2014 hatten sich ehemalige Mitglieder erstmals nach zwölf Jahren in einem Privathaus in Teheran versammelt. Dort wurden auch Vorstandsmitglieder neu gewählt. Vereinsmitglied Fariborz Raies-Dana sagte damals, der Verband sei unpolitisch und vertrete allein die Rechte und Interessen der Schriftsteller.

Der Verband iranischer Schriftsteller wurde im Jahre 1968, lange vor der islamischen Revolution 1979, in Teheran gegründet. Er zählt zu den wichtigsten nichtstaatlichen Künstlerverbänden des Iran. Die Mitglieder setzen sich gegen  staatliche Zensur und politische Verfolgung von Schriftstellern ein.

(fh)