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Traditionelles Konzert untersagt

Die Justizbehörden der Stadt Neyschapur in der nordostiranischen Provinz Khorasan haben einen für Dienstagabend geplanten Auftritt des traditionellen iranischen Musikensembles „Raah-e Rouh“ untersagt.

Das meldete die Nachrichtenagentur ILNA am Dienstag. Hintergründe für das Verbot wurden nicht bekannt. Dabei soll „Raah-e Rouh“ alle notwendige Genehmigungen vom Kulturministerium und vom Ordnungsamt erhalten haben. Das Ensemble sollte auf seiner Tournee auch in den Städten Yazd, Kermanschah, Khoramabad und Teheran auftreten.

Bei „Raah-e Rouh“ spielt unter anderem der Komponist und Kamantschespieler Kayhan Kalhor. Schon im Juni 2015 hatte das Ordnungsamt dem von Kalhor geleiteten traditionellen Ensemble die Genehmigung für ein Konzert in Teheran untersagt. Kalhor hatte die Maßnahme damals kritisiert und gesagt, die iranische Kultur und Kunst seien Opfer politischer Machtkämpfe geworden.

Auch der Geschäftsführer des Verbandes der Musikschaffenden „Haus der Musik“, Mohammadreza Nourbakhsh, hat bereits mehrfach die zunehmenden staatlichen Einschränkungen von Musikveranstaltungen kritisiert. Allein 2014 waren 20 Konzerte von staatlicher Seite verboten worden, obwohl sie die benötigte Genehmigung des Kulturministeriums hatten.

(fh)