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Todesursache Luftverschmutzung

Offiziellen Angaben zufolge hat die massive Luftverschmutzung im Iran im vergangenen Jahr rund 5.500 Menschen das Leben gekostet. Vor drei Jahren waren es mehr als 8.000 Todesfälle.

Allein in Teheran werden täglich mehr als 1.000 Tonnen Luftschadstoffe überwiegend durch Autos produziert. Eine Untersuchung des iranischen Asthma-Allergie-Verbands im Jahr 2015 ergab, dass die Zahl der Asthmakranken in Teheran sich innerhalb von zwölf Monaten um 35 Prozent erhöht hatte.

Luftverschmutzung soll auch eine der Hauptursachen für Krebserkrankungen bei Kindern sein. Laut einer Studie erkranken im Iran jährlich rund 3.500 Kinder unter 15 Jahren an Krebs. Die meisten leiden an Blutkrebs, Hirntumoren oder Lymphknotenkrebs. Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang mit der dramatischen Luftverschmutzung im Iran sowie schlechter Ernährung.

Neben dem Smog hat in den vergangenen Jahren auch die Belastung durch Sandstürme und Feinstaub in den südlichen und östlichen Provinzen des Landes zugenommen. Umweltexperten halten das Abholzen der Wälder, die Ausbeutung der Quellen der Flüsse Karun und Karkhe und verschmutzte Lagunen für die Hauptursachen.

Am Samstag teilte die staatliche Umweltorganisation mit, dem Parlament drei Gesetzentwürfe vorgelegt zu haben. Demnach soll künftig bei der Überprüfung von Projekten strenger auf Umweltaspekte und die Sauberkeit von Luft, Erde und Wasser geachtet werden.

(fh)