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Rotes Kreuz schickt Hilfe in den Iran

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will einen Hilfsflug in den Iran schicken. Das teilte die Hilfsorganisation am Mittwoch auf ihrer Webseite mit. Damit sollen dem Iranischen Roten Halbmond 40 aufblasbare Rettungsboote, 40 Außenbordmotoren, Spezialausrüstungen zur Wasserrettung für 80 Helfer und weiteres Rettungsmaterial zur Verfügung gestellt werden. Die Frachtmaschine soll voraussichtlich am Donnerstagabend in Teheran landen.

In den vergangenen Tagen war aus Teheran Kritik laut geworden, dass wegen der neuen US-Sanktionen keine Hilfe aus dem Ausland im Land ankomme. Die US-Regierung warf am Dienstag stattdessen den iranischen Verantwortlichen „Missmanagement“ vor.

DRK-Pressesprecher Dieter Schütz sagte am Mittwoch in einem Interview mit DW-Farsi, der Iranische Rote Halbmond habe das DRK angesichts der aktuellen Überschwemmungskatastrophe um Unterstützung gebeten. Die Hilfsaktion könne mit Mitteln des Auswärtigen Amtes durchgeführt werden, da humanitäre Hilfen nicht unter die EU-Sanktionen gegen den Iran fallen würden.

Nach mehr als 15 Tage währenden heftigen Regenfällen sind im Iran landesweit 1.273 Städte und Dörfer überflutet. Am Mittwoch wurde die Zahl der Todesopfer mit 62 angegeben, mehrere Hundert Menschen wurden verletzt. In mehr als 37 Dörfern in der westiranischen Provinz Kurdistan sind Strom- und Trinkwasserversorgung unterbrochen. Auch in anderen Teilen des Landes gibt es große Probleme bei der Trinkwasserversorgung.

Meteorologen haben für das kommende Wochenende weitere schwere Unwetter und starke Regenfälle vorausgesagt.

(fh)