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Iran verhängt neue Sanktionen gegen USA

Einen Tag vor den Präsidentschaftswahlen im Iran hat die iranische Regierung neue Sanktionen gegen die USA verhängt. Das gab das iranische Außenministerium am Donnerstag bekannt. Demnach stehen auf der entsprechenden Sanktionsliste nun insgesamt 23 US-Firmen, Stiftungen und Personen, die „Terror-Gruppen“ unterstützten und für „Repressalien gegen die Völker in der Region“ mitverantwortlich seien, heißt es aus dem Außenministerium.

Damit wurden mit neun neuen die bereits im Februar dieses Jahres verhängten Sanktionen gegen 14 US-Unternehmen erweitert.

Die US-Regierung hatte am Mittwoch ebenfalls neue Sanktionen gegen Vertreter des iranischen Rüstungssektors und gegen ein chinesisches Unternehmen verhängt, das an Irans Raketenprogramm beteiligt ist. Washington sieht in dem Programm einen Verstoß gegen internationales Recht, da die Raketen Atomsprengköpfe transportieren könnten. Teheran warf den Vereinigten Staaten am Donnerstag deswegen „Böswilligkeit“ vor.

Die Hardliner im Iran, allen voran das religiöse Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei, beschuldigen die USA, durch ihre nach dem Atomdeal verbliebenen Sanktionen europäische Banken und Konzerne von Geschäften mit dem Iran abzuschrecken. Die Gegner des amtierenden und bei der Wahl am Freitag erneut kandidierenden Präsidenten Hassan Rouhani werfen ihm vor, dem Westen mit dem Atomdeal zu weit entgegengekommen zu sein.

(fh)