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Kämpfe zwischen Peschmerga und Revolutionsgarde

Bei Gefechten zwischen kurdischen Kämpfern und der iranischen Revolutionsgarde nahe der nordwestiranischen Stadt Oschnaviyeh sind am Mittwoch neun Peschmerga und zwei Mitglieder der Revolutionsgarden ums Leben gekommen. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf eine Erklärung der Garde am Donnerstag. Demnach soll es in den kurdischen Gebieten seit einiger Zeit „antirevolutionäre Aktivitäten und Unruhen“ geben. Die Einheimischen hätten die Revolutionsgarde gebeten, für Sicherheit in der Region zu sorgen, heißt es in der Erklärung.

Laut der der Demokratischen Partei des Iranischen Kurdistan (DPK-I) nahe stehenden Webseite Kurdistanmedia wurden bei den Gefechten am Mittwoch elf Mitglieder der Revolutionsgarde und drei Einheimische von den Peschmerga getötet. Die getöteten Einheimischen bezeichnete Kurdistanmedia als „Komplizen des Regimes“. Demnach waren die Peschmerga in einem Dorf nahe  Oschnaviyeh bei einem Gespräch mit den BewohnerInnen, als die Revolutionsgarde sie angriff.

Anfang April hatten einige persischsprachige Medien darüber berichtet, dass die DPK-I nach Jahren ihre bewaffneten Kämpfe in den kurdischen Gebieten des Iran wieder aufgenommen habe.

Im Westen des Iran leben rund 5,7 Millionen KurdInnen. Eine Unabhängigkeit der kurdischen Gebiete lehnt der Iran jedoch vehement ab, was immer wieder zu Spannungen zwischen den überwiegend sunnitischen Kurden und dem schiitischen Staat führt, die auch unter dem gemäßigten Präsidenten Hassan Rouhani anhalten. Dutzende kurdische Aktivisten sitzen im Iran in Haft.

(fh)