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Mutmaßliche IS-Frauen festgenommen

Im Iran sind 16 Anhängerinnen der Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) verhaftet worden. Das teilte der Teheraner Oberstaatsanwalt Abbas Jafari Dowlatabadi am Sonntag mit. Demnach sollen die Iranerinnen in Syrien für einen geplanten Anschlag ausgebildet worden sein. Sie wurden auf dem Rückweg in den Iran von Sicherheitskräften festgenommen. Die Frauen, gegen die nun der Staatsanwalt ermittelt, sollen 300 Millionen Tuman, umgerechnet etwa 50.000 Euro, vom IS bekommen haben.

In den vergangenen Wochen haben in Teheran fünf Gerichtsverhandlungen gegen acht mutmaßliche IS-Mitglieder stattgefunden. Allen wird vorgeworfen, an dem ersten großen Anschlag der sunnitischen Extremisten im schiitisch geprägten Iran am 7. Juni 2017 mitgewirkt zu haben.

Damals hatten fünf bewaffnete Männer das iranische Parlamentsgebäude und das Mausoleum des Republikgründers Ayatollah Ruhollah Khomeini in Teheran angegriffen. Nach mehr als fünfstündigen Kämpfen wurden die Terrorattacken für beendet erklärt. Dabei starben neben fünf Angreifern zwölf weitere Personen, 50 wurden verletzt. Die IS-Miliz hat sich zu dem Anschlag bekannt.

(fh)