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Internationale Buchmesse eröffnet

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat am Dienstag die 29. internationale Buchmesse in Shahr-e Aftab südlich von Teheran eröffnet. Die iranischen Verlage forderten von der Regierung nicht mehr Fördermittel, sondern mehr Sicherheit und Freiheit für ihre Branche, betonte der Regierungschef dabei.

Im Iran müssen VerlegerInnen für die Veröffentlichung ihrer Bücher eine Druckgenehmigung beim Kulturministerium beantragen. Dort werden die Manuskripte zunächst kontrolliert und zensiert. Viele VerlegerInnen klagen darüber, dass die von Rouhani versprochenen Lockerungen dabei noch nicht eingetreten seien. Shahla Lahiji, Chefin des renommierten Verlags Roshangaran and Women Studies, hatte deshalb 2014 die Teheraner Buchmesse boykottiert.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Auflagen iranischer Bücher um 43 Prozent zurückgegangen. Laut offiziellen Angaben erreichten die gedruckten Auflagen im Jahr 2015 durchschnittlich nur 2.000 Exemplare.

Die internationale Buchmesse findet in diesem Jahr erstmals in der neu erbauten Messehalle in Shahr-e Aftab statt. Dort werden vom 4. bis zum 14. Mai rund 1.600 iranische VerlegerInnen ihre Bücher präsentieren. Auch 400 ausländische Verlage aus 65 Ländern, darunter Russland als diesjähriger Spezialgast, nehmen an der Messe teil.

(fh)