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Inhaftierte Journalist*innen im Hungerstreik

Die inhaftierte Journalistin Sanaz Alahyari befinde sich nach einem mehr als elftägigen Hungerstreik in einem kritischen Gesundheitszustand. Das meldete das persischsprachige Nachrichtenportal Human Rights Activists News Agency (HRANA) am Sonntag unter Bezug auf das Ergebnis der medizinischen Untersuchung Alahyaris im Gefängnis. Demnach habe sie stark an Gewicht verloren und leide an zu niedrigem Blutdruck und Flüssigkeitsmangel, so HRANA. Auch Alahyaris ebenfalls inhaftierter Ehemann Amirhossein Mohammadifar ist seit mehr als 11 Tagen im Hungerstreik.

Alahyari und ihr Ehemann wurden im Januar 2019 festgenommen und befinden sich seitdem im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran. Beide waren für das Online-Magazin Gam tätig, das über gewerkschaftliche Proteste und Streiks für soziale Gerechtigkeit berichtet. Sie wurden verhaftet, nachdem sie im November 2018 über Arbeitskämpfe in der südiranischen Provinz Khuzestan berichtet hatten. Dort war es 2018 in der Zuckerrohrfabrik Haft Tapeh zu Protesten und Streiks gekommen, mit denen die Auszahlung ausstehender Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gefordert wurden. Mit dem Ehepaar wurde auch dessen Kollege Amir Amirgholi verhaftet.

Gegen die drei Journalist*innen läuft ein Strafverfahren wegen angeblicher Gefährdung der nationalen Sicherheit. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert, dass Amir Amirgholi, Sanaz Alahyari und Amirhossein Mohammadifar umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

(fh)