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Feinstaub-Stürme im Südost-Iran

In der iranischen Provinz Sistan-Belutschestan suchten am Sonntag und Montag mehr als 120 Menschen mit Atem-, Herz- und Augenbeschwerden die Krankenhäuser auf. An dem Wochenende hatte es in der im Südosten des Landes an Pakistan und Afghanistan grenzenden Provinz Stürme mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 104 Kilometern pro Stunde gegeben. In der Luft der Stadt Zabol wurde am Montag 31 mal höhere Feinstaubwerte als normal gemessen.

Die Belastung durch Sandstürme und Feinstaub hat in den südlichen und östlichen Provinzen des Iran in den vergangenen Jahren stets zugenommen. Umweltexperten halten das Abholzen der Wälder, die Ausbeutung der Quellen der Flüsse Karun und Karkhe und verschmutzte Lagunen für die Hauptursachen.

Neben den Sandstürmen belastet der Smog die Luft im Iran. Allein in Teheran werden täglich mehr als 1.000 Tonnen Luftschadstoffe überwiegend durch Autos produziert. 2017 verzeichnete Teheran lediglich zwölf Tage mit sauberer Luft.

Offiziellen Angaben zufolge hat die massive Luftverschmutzung im Iran allein im Jahr 2017 rund 5.500 Menschenleben gekostet.

(fh)