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Alzheimer-Risiko nimmt zu

Laut Schätzungen des iranischen Alzheimer-Vereins leiden etwa 600.000 Menschen im Iran unter Demenz oder der Alzheimer-Krankheit. Anlässlich des internationalen Welt-Alzheimertags am 21. September warnte die Leiterin des iranischen Alzheimer-Verein, Masoumeh Salehi, davor, dass diese Zahl in den kommenden 30 Jahren auf zwei Millionen steigen könnte. Die Behandlung eines Alzheimerkranken kostet im Iran monatlich zwischen 250 und 1.200 Euro. Salehi kritisierte auch, dass die Versicherungen oft nur Anteile der Kosten übernehmen.

Außerdem gibt es im Iran keine systematische Qualifikation von Pflegepersonal für die Krankheit. So werden etwa 70 Prozent der Alzheimerkranken im Iran von Angehörigen zuhause gepflegt. Salehi fordert daher neben einer verbesserten Ausbildung auch mehr Aufklärung über die Krankheit.

Alzheimer ist eine unheilbare Gehirnerkrankung. Zellen bestimmter Gehirnregionen funktionieren nicht mehr und sterben schließlich ab. Die Alzheimer-Krankheit ist die am weitesten verbreitete Ursache von Demenz.

(fh)