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Iranischer Offizier in Syrien getötet

Iranische Medien berichten über den Tod eines Obersts der iranischen Revolutionsgarde im syrischen Bürgerkrieg. Er ist bereits der vierte iranische Offizier, der innerhalb der vergangenen vier Wochen in Syrien getötet wurde.

Oberst Moslem Khizab wurde den Berichten zufolge angeblich von Milizen des sogenannten Islamischen Staats (IS) getötet. Khizab war Mitglied der Revolutionsgarde der iranischen Stadt Isfahan. Erst vor drei Tagen war der Tod zweier hochrangiger Mitglieder der Revolutionsgarde gemeldet worden. Oberst Farshad Hosouni Zadeh und Oberst Hamid Mokhtarband sollen ebenfalls von IS-Milizen erschossen worden sein.

Das bislang hochrangigste Mitglied der Revolutionsgarde, das im syrischen Bürgerkrieg umgekommen ist, war General Hossein Hamedani. Der frühere Befehlshaber der Revolutionsgarde in Teheran wurde am 8. Oktober im Großraum Aleppo von IS-Kämpfern erschossen. Hamedani war langjähriger enger Gefährte von General Ghasem Soleymani, der die Spezialeinheit der Iranischen Revolutionsgarde für ausländische Einsätze, die so genannte Al-Quds-Einheit, kommandiert. Hamedani war vor allem für die brutale Vorgehensweise seiner Truppen gegen Demonstranten nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Iran 2009 bekannt geworden.

Offiziellen Angaben zufolge beteiligen iranische Soldaten sich nicht an Kämpfen in Syrien, sondern beraten die Armee von Machthaber Bashar Al Assad. Dennoch kamen bisher bereits mehrere iranische Soldaten in Syrien um. Anfang Oktober berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf libanesische Insider, dass die syrische Armee mit Unterstützung iranischer Soldaten, der libanesischen Hisbollah-Miliz und der russischen Luftwaffe eine Offensive in Syrien vorbereite. (ia)