USA töten Kommandeur der Quds-Brigaden

Qasem Soleimani, der Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden, ist in der Nacht zum Freitag bei einem Raketenangriff der US-Armee in Bagdad getötet worden. Die Quds-Brigaden sind die Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarde für Auslandseinsätze. Damit haben die USA der Islamischen Republik einen schweren Schlag versetzt.

Bei der Attacke auf einen Konvoi der unter dem Schutz des Iran agierenden Miliz al-Hashd al-Shaba’i in der Nähe des Flughafens Bagdad kamen neben Soleimani auch mehrere ranghohe Mitglieder der militanten schiitischen Organisation ums Leben.

Verantwortliche der Islamischen Republik haben den USA unterdessen bereits mit „schwerer Rache“ gedroht. Der Nationale Sicherheitsrat des Iran traf am Freitagmorgen zu einer Krisensitzung zusammen. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Es wird erwartet, dass US-Einrichtungen im Irak Ziele von Angriffen werden.

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Die USA hatten vor der Attacke auf den Konvoi angekündigt, Teheran werde für die „Terrorakte“ gegen die US-Armee und deren Verbündete in der Region bezahlen müssen. US-Verteidigungsminister Mark Esper drohte mit Präventivschlägen gegen die Islamische Republik, um „US-Bürger und Verbündete“ zu schützen.

Zuvor hatte die US-Armee zwei Angriffe auf die vom Iran unterstützten Milizen Kataib-Hisbollah im Irak und in Syrien gestartet. Dabei kamen 25 Kämpfer ums Leben, mehr als 50 wurden verletzt. Danach war es zu schweren Ausschreitungen gegen die US-Botschaft in Bagdad gekommen, für die Washington Teheran verantwortlich macht.

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