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Ehemann Inhaftierter im Hungerstreik

Richard Ratcliffe, der Ehemann der im Iran inhaftierten britisch-iranischen Staatsbürgerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe, ist am Samstag aus Solidarität mit seiner Frau in einen Hungerstreik getreten. Seine Frau hatte ihm zuvor telefonisch mitgeteilt, dass sie für ihre bedingungslose Freilassung in den Hungerstreik getreten sei. Ratcliffe sagte in einem Interview mit BBC Farsi, er wolle mit seinem Hungerstreik vor der iranischen Botschaft in London die Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam machen. Er fordere die britische Regierung auf, sich für die Freilassung seiner „zu Unrecht verhafteten“ Ehefrau einzusetzen und werde seinen Hungerstreik genauso lange wie seine Frau fortführen, so Ratcliffe.

Zaghari-Ratcliffe ist Mitarbeiterin der Journalistenstiftung von Thompson Reuters. Im April 2016 wurde sie nach einem Familienbesuch im Iran am Teheraner Flughafen festgenommen. Laut der iranischen Justiz soll Zaghari-Ratcliffe in Verbindung mit iranischen Unternehmen und Organisationen gestanden haben, die mit dem Ausland zusammenarbeiten und einen „sanften Sturz“ im Iran planen. Sie wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die Projektleiterin der Thomson-Reuters Foundation war mit ihrer damals 22 Monate alten Tochter im Iran. Die Tochter, die am 11. Juni fünf Jahre alt wurde, durfte den Iran nach der Verhaftung ihrer Mutter nicht verlassen und lebt seither bei ihren Großeltern mütterlicherseits.

(fh)