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28. Internationale Buchmesse in Teheran eröffnet

Irans Präsident Hassan Rouhani hat am Dienstag die 28. Internationale Buchmesse in Teheran eröffnet. Dabei warnte der gemäßigte Regierungschef iranischen Nachrichtenagenturen zufolge davor, die staatliche Kontrolle von Buchveröffentlichungen nach politischer Orientierung durchzuführen. „Wenn nach privaten Vorlieben über die Veröffentlichung von Büchern entschieden wird, dann könnte ein und dasselbe Buch bei der ersten Auflage eine Genehmigung bekommen, die zweite Auflage könnte verboten und die dritte ein Bestseller werden“, so der als moderat geltende Rouhani.

Im Iran müssen VerlegerInnen für die Veröffentlichung ihrer Bücher eine Druckgenehmigung beim Kulturministerium beantragen. Dort werden die Manuskripte zunächst kontrolliert und zensiert. Viele VerlegerInnen klagen darüber, dass die von Rouhani versprochenen Lockerungen der strengen Zensurbedingungen noch nicht eingetreten seien. Shahla Lahiji, Chefin des renommierten Verlags Roshangaran and Women Studies, boykottierte deshalb im vergangenen Jahr die Teilnahme an der Teheraner Buchmesse. Noch immer warte sie auf die Veröffentlichungserlaubnis für 55 Buchmanuskripte, die sie bereits vor langer Zeit beim Ministerium eingereicht habe, so Lahiji damals.

Nach offiziellen Angaben werden in diesem Jahr rund 2.450 iranische VerlegerInnen ihre Bücher ausstellen. Zudem werden 2.800 ausländische Verlage aus 65 Länder an der zehntägigen Buchmesse in Teheran teilnehmen.

(fh)