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Repressalien gegen Baha’i halten an

Laut einem Bericht der internationalen Baha’i Gemeinde wurden seit Amtsantritt von Präsident Hassan Rouhani im August 2013 mindestens 151 Anhänger der Glaubensgemeinschaft im Iran verhaftet. Zudem seien 388 Baha’i, die Läden oder Betriebe führten, von der Regierung gezwungen worden sein, ihre Geschäfte zu schließen. 28 StudentInnen wurden wegen ihrer Zugehörigkeit zu den Glaubensgemeinschaft exmatrikuliert, Tausenden wurde die Immatrikulation verweigert. Aus dem Report geht auch hervor, dass die Diskriminierungen von Baha’i während Rouhanis Regierungszeit nicht abgenommen, sondern sich im ökonomischen und kulturellen Bereich ausgeweitet haben.

Erst im September hatte Bani Dugal, Büroleiterin der International Baha’i Community, mitgeteilt, dass in den vergangenen Jahren im Iran Tausende Baha’i, die in Behörden oder halbstaatlichen Fabriken tätig waren, aufgrund ihres Glaubens ohne Abfindung entlassen wurden. Zudem sei bei vielen Betroffenen nicht nur die Zahlung der Rentenversicherungsbeiträge gestoppt worden, sondern sie seien sogar aufgefordert worden, frühere Gehälter an den Staat zurückzahlen, so Dugal.

Über 300.000 Baha’i leben im Iran. Sie bilden die größte religiöse Minderheit des Landes und werden vom Staat wegen ihres Glaubens verfolgt. Seit Mai 2008 befinden sich sieben iranische Baha‘i-Führungsmitglieder im Gefängnis. Sie wurden wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die Baha’i-Gemeinde in Deutschland hat mehrmals kritisiert, die Verurteilung sei ohne ordentliches Gerichtsverfahren erfolgt und rein religiös motiviert gewesen.

(fh)