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Zarif für Handshake mit Obama kritisiert

Der iranische Außenminister Mohammad Jawad Zarif habe mit seinem Handshake mit US-Präsident Barack Obama die „rote Linie“ überschritten. Das iranische Parlament werde dazu „nicht schweigen“. Das sagten ultrakonservative iranische Abgeordnete am Dienstag, wie iranische Nachrichtenagenturen berichten. Zarif und Obama hatten sich laut einem iranischen Diplomaten nach der Rede von Irans Präsident Hassan Rouhani bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen am Montag „zufällig“ getroffen und zur Begrüßung die Hand gegeben.

Bereits im Jahr 2000 war es zu einem Zufallstreffen zwischen dem damaligen iranischen Reformer-Präsidenten Mohammad Khatamie und dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton auf den Fluren der Vereinten Nationen gekommen. Damals soll Khatamie Clinton ausgewichen sein, um Kritik zu vermeiden. Der Handschlag von Zarif und Obama ist damit der erste zwischen einem US-Präsidenten und einem hochrangigen iranischen Politiker 36 Jahre nach der Revolution im Iran.

Die iranische Regierung bezeichnet die USA als „Erzfeind“. Der erste Kontakt auf Staatschefebene seit Irans islamischer Revolution 1979 fand im September 2013 statt. Damals hatte Obama Regierungschef Rouhani auf dessen Rückweg von New York nach Teheran angerufen und 15 Minuten mit ihm gesprochen.

(fh)