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Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Teheran gestiegen

In den vergangenen zehn Monaten wurden in Teheran offiziell 1.620 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Jahr 2014. Das meldete die Organisation der iranischen Gerichtsmedizin laut der Nachrichtenagentur MEHR am Montag. Offiziellen Angaben zufolge beantragten 2014 landesweit 7.000 Frauen einen Schwangerschaftsabbruch, davon 1.300 in der Hauptstadt Teheran.

Abtreibungen sind im Iran gesetzlich verboten und werden bestraft. Doch sieht das Gesetz Ausnahmefälle etwa aus gesundheitlichen Gründen vor. In solchen Fällen wird den betroffenen Frauen der Schwangerschaftsabbruch mit einer staatlichen Sondergenehmigung ermöglicht. Dafür muss ein gerichtsmedizinischer Bericht über eine Lebensbedrohung von Mutter oder Kind vorliegen. Viele Abtreibungen finden daher heimlich und ohne staatliche Genehmigung statt. Im Jahr 2014 sollen etwa 250.000 nicht genehmigte Schwangerschaftsabbrüche im Iran durchgeführt worden sein. Das berichtet das Nachrichtenportal Khabaronline. Als Grund werden meist finanzielle Probleme angeführt.

(fh)