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Zahl der Obdachlosen steigt

In der iranischen Hauptstadt Teheran leben etwa 15.000 Menschen ohne Obdach auf der Straße. Das erklärte Teherans Oberbürgermeister Mohammad Bagher Ghalibaf iranischen Nachrichtenagenturen gegenüber am Montag. Darunter befänden sich auch Personen mit höherem Bildungsniveau, wie er persönlich festgestellt habe, so Ghalibaf. Er versprach, für die Obdachlosen Einrichtungen mit Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen.

Im vergangenen Jahr waren rund 10.000 Obdachlose in der Metropole gezählt worden. Viele von ihnen stammen aus armen Teilen des Iran. Mit Beginn der kälteren Jahreszeit werden sie von Mitarbeitern der Stadtverwaltung oder Sicherheitskräften von der Straße geholt. Berichten zufolge wenden die Beamten bei solchen Aktionen oft Gewalt an. Auf Polizeistationen werden dann jedoch nur die Daten der Betroffenen aufgenommen. Sie werden nach einem Tag erneut auf die Straße gesetzt.

Über die Anzahl von Frauen unter den Obdachlosen gibt es keine genauen Angaben. Im Februar hatte das persischsprachige Nachrichtenportal Alef unter Berufung auf den Parlamentarier Ahmad Tavakoli mitgeteilt, das Durchschnittsalter obdachloser Frauen sei auf 17 Jahre gesunken.

(fh)