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Web-Kampagne für „Frömmigkeit in der virtuellen Welt“

Eine neue Kampagne mit dem Titel „Taghva dar donyay-e Majazi“ – auf Deutsch: „Frömmigkeit in der virtuellen Welt“ – ist der iranischen Nachrichtenagentur FARS zufolge auf Facebook und Instagram an den Start gegangen. Ziel der Kampagne sei, UserInnen sozialer Netzwerke dazu zu bewegen, sich an islamische Werte zu halten, sowie gegen die Verbreitung vom westlichen Gedankengut zu kämpfen. Die Urheber der Kampagne nennt die Agentur nicht.

Idee der Kampagne ist laut dem Bericht, den Umgang mit sozialen Netzwerken islamischer Kultur anzupassen. Cartoons griffen daher Themen auf wie „I like Hedschab“ oder „Gott in der virtuellen Welt ist der gleiche wie in der realen Welt“ und stellten Fragen wie „Warum müssen Fremde deine privaten Fotos sehen?“ Auch riefe die Kampagne UserInnen auf, sich zum Thema „Frömmigkeit in der virtuellen Welt“ zu äußern.

Laut einer Studie verbringen drei Fünftel der IranerInnen rund neun Stunden täglich in sozialen Netzwerken, obwohl Facebook und Twitter verboten sind. Doch umgehen Millionen privater UserInnen die Sperrungen mit Anti-Filter-Programmen. Hardliner fürchten dadurch die Verbreitung vom „westlichen Gedankengut sowie freizügigen Lebensstil“ unter den jungen Menschen.

(fh)