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Waldbrände im Nationalpark

Etwa 400 Hektar Waldfläche im iranischen Nationalpark Golestan sind am Dienstag durch Brände verwüstet worden. Das teilte der Vorsitzende der Tierschutzorganisation „Iran Environment and Wildlife Watch“, Keyvan Houshmand, der Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch mit. Houshmand macht Jäger für die Brände verantwortlich. Brandstiftung sei in der Region eine „gängige Methode“, um illegal zu jagen: „Wenn alle Waldschutzmänner mit Feuerlöschen beschäftigt sind, können die Jäger ihre illegale Jagd betreiben“, so Houshmand. Erst in der vergangenen Woche hatten Nachrichtenagenturen gemeldet, dass durch mehrere Waldbrände im Golestan-Nationalpark rund 10 Hektar Wald vernichtet worden seien.

Offiziellen Angaben zufolge werden im Iran jährlich zwischen 70.000 und 2 Millionen Jagdwaffen zugelassen. Über illegalen Waffenbesitz liegen keine Angaben vor. Umweltschützer fordern immer wieder, die Zahl der Waffenzulassungen dem Ökosystem und den Jagdmöglichkeiten des Landes entsprechend anzupassen.

DerGolestan-Nationalpark liegt in der nordöstlichen iranischen Provinz Golestan. Er wurde 1976 gegründet und ist auch als „lebendiges Museum“ bekannt. Der Park umfasst eine Fläche von 91.890 Hektar. Außerdem leben dort etwa 50 Prozent der im Iran lebenden Säugetiere, unter anderem Leoparden, Rehe und Braunbären.

(fh)