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Viele Kandidaten abgelehnt

Der iranische Staatspräsident Hassan Rouhani hat die hohe Zahl von KandidatInnen, deren Bewerbung für die bevorstehenden Parlamentswahlen im Iran vom Kontrollgremium Wächterrat abgelehnt wurde, harsch kritisiert. Das berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Montag. Er werde seine Eingriffsmöglichkeit nutzen, um die Auswahl zu verändern, kündigte der Regierungschef auf einer Pressekonferenz am Sonntag an.

Zuvor hatte der konservative Wächterrat mitgeteilt, dass fast 60 Prozent der insgesamt 12.123 Personen, darunter 1.234 Frauen, die bei den Wahlen kandidieren wollten, abgelehnt wurden. Reformer kritisierten, dass von ihren 3.000 Kandidaten nur 30 Personen die Zulassung erhalten hätten. Sie forderten von den Verantwortlichen eine erneute Überprüfung. Zu den abgelehnten Kandidaten gehörten auch 50 derzeitige Mitglieder des iranischen Parlament, so die Nachrichtenagenturen. Der Wächterrat ist neben der Überprüfung von Beschlüssen des iranischen Parlaments auch für die Zulassung der KandidatInnen bei Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zuständig.

Am 26. Februar finden im Iran Parlaments- und Expertenratswahlen statt. Gewählt werden die 290 Abgeordneten für die 10. Legislaturperiode des Parlaments und die 86 Mitglieder für die 5. Legislaturperiode des Expertenrats.

(fh)