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USA und Iran reden über Gefangenenaustausch

Die USA und der Iran sollen am Rande der Atomverhandlungen auch Gespräche über die Freilassung von iranischen Gefangenen in den USA geführt haben. Das gab die Sprecherin des iranischen Außenministerium Marziyeh Afkham bekannt, berichtete die Zeitung Shargh am Donnerstag. Außerdem kündigte Afkham an, die Atomverhandlungen zwischen dem Iran sowie den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrat und Deutschland würden am 15. Januar fortgeführt.

Über die Freilassung der Gefangenen sei nicht verhandelt, sondern lediglich diskutiert worden, betonte Afkham. Mahmoud Alizadeh Tabatabei, der Anwalt des im Iran inhaftierten US-amerikanischen und iranischen Staatsbürgers Amir Mizaei Hekmati, hatte zuvor behauptet, Washington und Teheran hätten über einen Austausch von Gefangenen verhandelt. Laut Tabatabei sollen die Amerikaner den Iranern eine Liste überreicht haben, aus der hervorgeht, welche in den USA inhaftierten Iraner im Austausch gegen Mirzaei Hekmati freigelassen werden könnten. Aus Sicherheitsgründen wollte Tabatabei keine Namen nennen.

Rund 70 iranische Staatsbürger sitzen derzeit in amerikanischen Gefängnissen ein. Etwa 15 davon sind im Zusammenhang mit den internationalen Sanktionen gegen den Iran verhaftet worden. Im Iran sitzen drei Personen in Haft, die sowohl über die US-amerikanische wie auch über die iranische Staatsbürgerschaft verfügen: der Pastor Saeed Abedini, der Journalist und Korrespondent der Washington Post Jason Rezaian und Amir Mirzaei Hekmati, der zunächst zur Todesstrafe, später zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde. Allen werden „Spionage“ und „Aktivitäten gegen die iranische Regierung“ vorgeworfen.

(fh)