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Todesstrafe für Taheri

Mohammad Ali Taheri, Gründer des spirituellen Kreises „Erfan-e Halgheh“, ist zum Tode verurteilt worden. Das teilte das offizielle Nachrichtenportal der iranischen Justiz Mizan am Donnerstag mit. Taheris Anwalt Mahmoud Alizadeh Tabatabei hatte bereits im Juni gesagt, er hätte „aus sicheren Quellen“ von dem Todesurteil gegen seinen Mandanten gehört. Damals dementierte die Justiz dies. Taheri kann gegen das Urteil Widerspruch einlegen.

Die spirituelle Bewegung „Erfan-e Halgheh“ wurde vor 13 Jahren in Teheran gegründet. Ihr Gründer sitzt bereits seit drei Jahren im Teheraner Evin-Gefängnis in Haft. Taheri werden „Beleidigung der islamischen Heiligkeiten“ und das Veranstalten „illegaler Kurse“ vorgeworfen. Aus Protest gegen lange Zeiten, die er in Einzelhaft verbrachte, trat er bereits mehrere Male in den Hungerstreik und verübte vier Selbstmordversuche. In einem offenen Brief an den UN-Sonderbeauftragten für  Menschenrechte Ahmed Shaheed beklagte er sich zudem über „massiven Druck“ im Gefängnis. Er werde durch „psychotische Foltermethoden“ zu falschen Bekenntnissen gezwungen, so Taheri in dem Schreiben.

In den vergangenen Monaten wurden insgesamt 40 Anhänger des „Spirituellen Kreises“ festgenommen. 16 davon wurden im Februar dieses Jahres zu insgesamt 37 Jahren Haft verurteilt. Die Freiheitsstrafen lagen jeweils zwischen ein und fünf Jahren. Die Angeklagten wurden zudem mit Bußgeldern in Höhe von insgesamt 130 Millionen Tuman, umgerechnet 45.000 Euro, belegt.

(fh)