transparent
Iran Journal Logo
Ein Projekt von Transparency for Iran Logo

Tierheimleiterin beerdigt

Die Leiterin des Tierheims in der westiranischen Stadt Eshtehard, Shoeleh Raoufi, ist am Montag auf dem Teheraner Behsht-e-Zahra-Friedhof im Beisein ihrer Familie und vieler TierschutzaktivistInnen beerdigt worden. Das berichten iranische Nachrichtenagenturen. Die 60-Jährige war am Samstag bei einem Brand in dem Tierheim ums Leben gekommen. Auch 200 der 500 Katzen, die dort gepflegt wurden, sind verbrannt. Die Brandursache ist bislang unklar.

Raoufi hatte das Tierheim in Eshtehard, etwa 100 Kilometer westlich von Teheran, vor zehn Jahren gegründet. Die Tierschützerin setzte sich seitdem vor allem für kranke Straßenkatzen ein.

Straßenhunde und -katzen sind im Iran häufig Opfer von tödlicher Jagd. Mitte April dieses Jahres veröffentlichte die Nachrichtenagentur FARS ein zweiminütiges Video, auf dem unbekannte Männer in einer Ortschaft in der Nähe der iranischen Stadt Schiraz mehrere Straßenhunde einfingen und mit Säure zu Tode spritzten. Das Video soll von einem Tierschützer heimlich gedreht und der FARS zugespielt worden sein. Dem Bericht nach sollen die Hundefänger für eine private Firma gearbeitet haben, die Aufträge von der Stadtverwaltung erhält. Die Männer sollen pro getötetem Tier eine Belohnung von 15.000 Tuman, umgerechnet etwa fünf Euro, erhalten haben, so FARS.

Seit mehr als sechs Jahren ist das Erschießen von Straßenhunden im Iran offiziell verboten. Die Tiere dürfen lediglich sterilisiert werden. TierschützerInnen kritisieren allerdings, dass Behörden Firmen damit beauftragen, streunende Hunde und Katzen einzufangen und zu töten.

(fh)