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Teheran nach Erdbeben im Ausnahmezustand

Wegen der drohenden Nachbebengefahr bleiben am Donnerstag in Teheran alle Behörden, Universitäten und Schulen geschlossen. Das gab die staatliche iranische Organisation für Krisenmanagement bekannt.

Gestern Abend kurz vor Mitternacht hatte ein Erdbeben der Stärke 5,2 die iranische Hauptstadt erschüttert. Das Epizentrum lag in Malard etwa 40 Kilometer südwestlich der Millionenmetropole. Nach offiziellen Angaben kamen zwei Menschen ums Leben, mindestens 79 wurden verletzt. Über Sachschäden wurde bis zur Stunde nichts bekannt.

In der Nacht kam es zu zwölf Nachbeben. Aus Angst verließen viele Menschen ihre Häuser und verbrachten die Nacht im Freien.

Teheran befindet sich über vier großen tektonischen Verwerfungen. Erst kürzlich wurde kritisiert, dass viele Gebäude der Stadt nicht erdbebensicher seien. Grund sei das „chaotische und willkürliche Baumanagement“, so der Vorsitzende des Teheraner Stadtrats Mohsen Hashemi Anfang Dezember.

Die Diskussion über nicht erdbebensichere Gebäude ist im Iran erneut aufgeflammt, nachdem im November ein Erdbeben der Stärke 7,3 die westiranische Provinz Kermanschah an der Grenze zum Irak erschüttert hatte. Dabei kamen laut aktuellen Angaben mehr als 600 Menschen ums Leben, über 12.000 wurden verletzt.

(fh)