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Unbekannte Tabletten in Keksen und Kuchen

In mehreren iranischen Provinzen sind Tabletten in industriell gefertigten Keksen und Kuchen aufgetaucht. Die Umstände sind noch nicht geklärt. Die Behörden schließen „strafrechtliche und sicherheitspolitische“ Motive nicht aus.

Der Sprecher der staatlichen Organisation für Ernährung und Medizin, Kianoush Jahanpour, bestätigte am Freitag die bereits seit Tagen in den sozialen Netzwerken kursierenden Meldungen. Laut bisherigen Ermittlungen seien die Tabletten nicht während der Herstellung oder der Lieferkette in die Süßwaren gelangt, sagte Kianoush Jahanpour Reportern gegenüber. Die Angelegenheit gehe über die Gefahr der Gesundheitsgefährdung hinaus und könne „polizeiliche, politische und sicherheitspolitische“ Dimensionen haben, fügte er hinzu.

Laut offiziellen Angaben sind Produkte von zwölf Herstellern betroffen. Die Tabletten wurden vor allem von Käufern entdeckt und gemeldet. Auch in den Schulen verkaufte Produkte sollen Pillen enthalten haben. Zu der Substanz der Tabletten gibt es bisher keine verlässlichen Angaben.

Meldungen über die Tablettenfunde kamen zuerst aus den drei südlichen Provinzen Sistan-Belutschistan, Hormozgan und Kerman. Später kamen Fälle in den nordwestlichen Provinzen Ghazvin und West-Aserbaidschan dazu.

In Kerman seien sieben Kinder schläfrig oder mit leichten Vergiftungssymptomen in Krankenhäuser eingeliefert worden, zitierte die Nachrichtenagentur ILNA den Chef des Vorklinischen Notfallsystems der Provinz, Mohammad Saberi, am Freitag.

Da sich vor allem Sistan-Belutschistan und Kerman auf den Transportrouten von Drogen befinden, wurde in den sozialen Netzwerken zuerst über einen möglichen Schmuggelhintergrund spekuliert. Dies wurde bislang offiziell nicht bestätigt.

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