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Streit um beschlagnahmten Frachter

Die dänische Schifffahrtsgesellschaft Maersk fordert von der iranischen Regierung die unverzügliche Freigabe eines von der Revolutionsgarde beschlagnahmten Frachters und die Freilassung von dessen Besatzung. Das meldeten persischsprachige Nachrichtenportale am Donnerstag unter Berufung auf eine offizielle Stellungnahme der Reederei. Laut dieser handelt es sich bei den Besatzungsmitgliedern nicht um Angestellte der dänischen Firma.

Die Marine der Revolutionsgarde hatte am Dienstag in der Straße von Hormus Warnschüsse auf ein Frachtschiff unter der Flagge der Marshall-Inseln abgegeben. Anschließend wurde das Schiff zu der iranischen Insel Larak im Persischen Golf dirigiert. Laut den iranischen Behörden ist der Hintergrund ein seit zehn Jahren währender juristischer Streit. 2005 sollen zehn Container verschwunden sein, die mit einem Schiff der Maersk iranische Güter nach Dubai transportierten. Vor drei Monaten verurteilte deshalb ein iranisches Gericht die dänische Reederei zu einem Schadensersatz von 3,6 Millionen US-Dollar.

Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Wasserwege für den Öltransport. Sie gilt offiziell als iranisches und omanisches Territorialgewässer, ist unter internationalem Recht aber offen für ausländische Schiffe, die nur passieren wollen. Kurz nach der Beschlagnahmung des Frachters schickte das in der Region stationierte Zentralkommando der US-Seestreitkräfte den Zerstörer „USS Farragut“ sowie ein Aufklärungsflugzeug in die Gegend, um die Situation zu beobachten. Es sei „unangemessen“ gewesen, dass die Iraner Warnschüsse abgefeuert hätten, hieß es am Dienstag aus dem Pentagon.

(fh)