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Sieben Iraner von US-Justiz angeklagt

Die US-Justiz hat gegen sieben Iraner Klage wegen Cyberattacken auf zahlreiche Banken und Unternehmen in den Vereinigten Staaten erhoben. Das meldete die Webseite von BBC Persian am Donnerstag. Einer der mutmaßlichen Hacker soll in das Computersystem eines Staudamms nahe New York eingedrungen sein. Den Ermittlungen zufolge seien die Angeklagten bei Computerfirmen mit Verbindungen zur Regierung in Teheran und zu den iranischen Revolutionsgarden tätig gewesen. Durch ihre Aktivitäten soll ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden sein. Bis jetzt hat sich der Iran nicht zu den Vorwürfen geäußert. Unklar ist auch, wo sich die mutmaßlichen Computerhacker derzeit aufhalten.

Die Cyberattacken begannen den Angaben zufolge im Dezember 2011. Zwischen September 2012 und Mai 2013 sollen die mutmaßlichen Hacker fast wöchentlich Ziele angegriffen haben. Unter den betroffenen Finanzinstituten seien die Bank of America, J.P. Morgan Chase und die Citibank gewesen. Auch die amerikanische Börse sowie der Kommunikationsdienstleister AT&T sollen Ziele der Angriffe gewesen sein. Diese seien „unnachgiebig, systematisch und weit verbreitet” gewesen, sagte US-Justizministerin Loretta Lynch bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Auch seitens der USA hat es bereits Cyberangriffe gegen den Iran gegeben. 2010 attackierten die US-Behörden eine iranische Anlage zur Urananreicherung mit dem Virus Stuxnet.

(fh)