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Vier Orte im Iran zu Weltstätten des Kunsthandwerks gewählt

Der Weltrat des Kunsthandwerks (WCC) hat drei Städte und ein Dorf im Iran zu Weltstädten beziehungsweise zum Weltdorf des Kunsthandwerks gewählt. Das sagte der Generaldirektor für Kulturerbe, Tourismus und Kunsthandwerk der Provinz Fars am Dienstag der Nachrichtenagentur IRNA.

Die Touristenstadt Shiraz, Zentrum der Provinz Fars im Süden Irans, sei zur Weltstadt des Kunsthandwerks ernannt worden, so Mossayeb Amiri. Der Eintragung sei ein arbeitsintensives Jahr vorangegangen. Mehrere kunsthandwerkliche Messen und Veranstaltungen hätten in der Stadt stattgefunden und das landesweit erste Welthandelszentrum für Kunsthandwerk sei dort gebaut worden. Dort würde in 130 Geschäften verschiedene Kunsthandwerke angeboten.

Ende Juli vergangenen Jahres war Shiraz auch zur iranischen Nationalstadt des Handwerks gekürt worden.

Außerdem wurden die Stadt Zanjan im Westen Irans zur Weltstadt der Filigranarbeit, die ebenfalls westiranische Stadt Malayer zur Intarsien-Weltstadt und das Dorf Qassemabad im Norden des Landes zum Weltdorf des Tschadorschabs ernannt. Der Tschadorschab ist ein kunstvoll handgestricktes traditionelles Tuch.

Mit den vier Eintragungen erhöhe sich die Zahl der iranischen Ortschaften in der internationalen Liste des Kunsthandwerks auf 11 Städte und drei Dörfer, erklärte Mossayeb Amiri. Iran führe damit die Liste an.

Die Eintragung als Weltstätte des Kunsthandwerks durch die in Belgien ansässige Organisation WCC (World Crafts Council) soll zur Erweiterung des Bekanntheitsgrads einer Ortschaft und ihrer Kunst beitragen. Dies sorgt für mehr Tourismus und Export und verbessert die Wirtschaftslage. Sie gilt jedoch nicht für immer. Dem WCC sollen jährlich Berichte über Fortschritte und Aktivitäten vorgelegt werden. Die Titelvergabe wird alle vier Jahre überprüft und kann entzogen werden.

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