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Drei Schriftsteller zu über 15 Jahren Haft verurteilt

Die Schriftsteller Reza Khandan (Mahabadi) und Baktash Abtin sind zu jeweils sechs Jahren Haft verurteilt worden, gegen den Autor Keyvan Bazhan wurde eine dreieinhalbjährige Haftstrafe verhängt, wie der iranische Schriftstellerverband am Sonntag mitteilte. Khandan und Abtin gehören dem Vorstand des Verbands an.

Damit hat die zweite Instanz die Berufung von Khandan und Abtin abgelehnt und ihre Verurteilungen vom Mai bestätigt. Die Haftstrafe für Keyvan Bazhan wurde auf dreieinhalb Jahre verkürzt. Das Berufungsverfahren sei in Abwesenheit der Beschuldigten und ihrer Rechtsbeistände abgeschlossen worden, so der Schriftstellerverband.

Den drei Schriftstellern wurde „Propaganda gegen das Regime“ und „Versammlung und Komplott gegen die nationale Sicherheit“ vorgeworfen. Als Begründung habe das Gericht etwa die Mitgliedschaft im Schriftstellerverband, das Verfassen von internen Newslettern und die Teilnahme an den jährlichen Gedenkfeiern für die politischen Kettenmorde der 1990er Jahre genannt, teilte der Verband mit.

Die Haftstrafen gegen die drei hatten Ende Mai heftige Kritik ausgelöst. Der Schriftstellerverband verurteilte diese und ähnliche Gerichtsverfahren der letzten Jahrzehnte als „Schüren von Angst“ und „Unterdrückung der Meinungsfreiheit“.

Eine Gruppe iranischer Schriftsteller*innen, Dichter*innen, Literaturkritiker*innen und Journalist*innen hatte in einem offenen Brief an die Regierung und die iranische Justiz ihren „ausdrücklichen Protest“ gegen „ungerechte Gerichtsverfahren und geheimdienstliches Vorgehen gegen Schriftsteller*innen“ zum Ausdruck gebracht. Die „ungerechten Urteile“ gegen die drei Autoren sollten aufgehoben werden, forderten die Verfasser.

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