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Rouhani wirft Saudi-Arabien schwere Fehler vor

Die Verantwortlichen in Saudi-Arabien hätten schwere Fehler gemacht, die nicht als lokale Angelegenheit betrachtet werden könnten. Das sagte Irans Präsident Hassan Rouhani bei seiner Rede vor der 70. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) am Montag in New York anlässlich des schweren Unglücks in der Pilgerstadt Mekka, bei dem Hunderte Menschen ums Leben kamen. Bislang hätten die Toten „nicht identifiziert werden und die Leichen nicht nach Hause gebracht werden“ können, so der iranische Regierungschef. Rouhani forderte eine unabhängige und genaue Untersuchung der Vorfälle.

Iranischen Medien zufolge starben bei dem schweren Unglück am Donnerstag über 2.000 Menschen, darunter 226 IranerInnen. 27 iranische PilgerInnen wurden verletzt, 248 wurden bis Montagabend noch vermisst. Hunderttausende Gläubige hatten sich in Mina in der Nähe von Mekka versammelt, um am Ritual der Teufelssteinigung kurz vor Ende der muslimischen Pilgerfahrt Hadsch teilzunehmen. Dabei war eine Menschenmenge, die den Ort verlassen wollte, an einer Strassenkreuzung auf eine andere Menge aus der Gegenrichtung getroffen, was eine Massenpanik auslöste. In diesem Jahr hatten sich laut saudi-arabischen Medien rund drei Millionen Muslime auf die Wallfahrt begeben, darunter 1,4 Millionen aus dem Ausland, 46.000 aus dem Iran.

Laut IRNA sollen am Dienstag die Leichen der Opfer in den Iran überführt werden. Rouhani wird aus diesem Grund seine Reise in die USA um einen Tag verkürzen.

(fh)