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Rouhani übt Kritik an Medien und Zensur

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat auf der 21. Presseausstellung in Teheran am Sonntag iranischen Nachrichtenagenturen zufolge Kritik an Zeitungen geübt, die „unter dem Deckmantel der Revolutionstreue“ die Regierung kritisierten: „Es gibt Zeitungen, die mit staatlichen Mitteln finanziert werden, sich aber gegen den Willen der Bevölkerung stellen“, sagte Rouhani. Damit bezieht sich der gemäßigte Präsident auf das ultrakonservative Lager im Iran, das die Annäherung Teherans an den Westen und die Einigung im Atomkonflikt als „Verrat an den Richtlinien der islamischen Revolution“ bezeichnet.

An der 21. Presseausstellung vom 7. bis 13. November nehmen 700 iranische Medienanbieter teil. Nachrichtenagenturen zufolge sind in diesem Jahr einige Zeitungen, die dem Lager der Hardliner angehören, etwa die Tageszeitungen Keyhan und Vatan-e Emrouz sowie die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, aus Protest gegen die Regierung nicht dabei.

Rouhani kritisierte auch die „Immunität“ einiger Zeitungen: „Es gibt Zeitungen, die egal was sie schreiben nie verboten werden, im Gegensatz zu anderen, die ständig von Schließung bedroht sind“, so Rouhani. Laut dem aktuellen Jahresbericht von Reporter ohne Grenzen steht der Iran auf der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 173 von 180 Ländern.

(fh)