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Rouhani besucht christliches Seniorenheim

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat am 1. Januar das christliche Seniorenheim „Heilige Maria“ in Teheran besucht. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur MEHR am Donnerstag. Der Besuch solle ein Zeichen von Respekt gegenüber älteren Menschen sein, unabhängig davon, welcher Religion sie angehörten, so Rouhani. Außerdem gratulierte der Regierungschef den Christen in aller Welt zum neuen Jahr 2015.

Im Iran leben etwa 300.000 Christen. 240.000 sind Armenier oder Assyrer. Beider Glaubensrichtungen sind offiziell anerkannt und haben eine feste Anzahl von Sitzen im iranischen Parlament. Dazu wurden 2010 66.700 protestantische Christen im Iran gezählt. Unter ihnen befinden auch vom Islam zum Christentum konvertierte IranerInnen. Sie stehen unter starkem staalichen Druck. Vor allem während der Weihnachtsfeiertage kommt es zu Festnahmen bei den sogenannten „Hausgottesdiensten“. Laut dem aktuellen Menschenrechtsbericht der Vereinten Nationen vom September 2014 befinden sich derzeit etwa 40 Priester der protestantischen Gemeinde in iranischen Gefängnissen.

Nach iranischem Strafrecht drohen bei Apostasie, also Abfall vom Islam, harte Konsequenzen bis zur Todesstrafe. Trotzdem soll in den vergangenen Jahren die Zahl der vom Islam zum Christentum konvertierten IranerInnen stark gestiegen sein.

(fh)