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Regimekritiker verhaftet

Der Geschäftsführer des Hayan-Verlags Mehdi Khazali ist am Sonntag an seinem Arbeitsplatz in Teheran festgenommen worden. Er soll ins Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden sein. Der Regimekritiker soll laut dem persischsprachigen Nachrichtenportal Kalameh bei seiner Festnahme gedroht haben, direkt nach seiner Einlieferung ins Gefängnis in den Hungerstreik zu treten. Es gibt keine offizielle Stellungnahme zu seiner Verhaftung, doch laut einigen Medienberichten soll diese mit einem Aufruf Khazalis zu tun haben. Er hatte darin die Bevölkerung aufgefordert, nicht an der alljährlichen Großdemonstration zum Tag der Revolution am 11. Februar teilzunehmen. „Aus Respekt vor Freiheit und Demokratie werden wir an dem Tag unsere Häuser nicht verlassen, damit die Extremisten und Korrupten alleine auf der Straße marschieren“, heißt es in Khazalis Aufruf.

Der 48-jährige Augenarzt Khazali ist einer der bekanntesten Gegner des früheren iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad. Nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 war er bereits mehrmals verhaftet worden, unter anderem, weil er die damalige Regierung wegen ihrer Repressalien gegen die AnhängerInnen der oppositionellen grünen Bewegung harsch kritisiert hatte. Zuletzt war Khazali 2012 verhaftet und im Juni 2013 wieder freigelassen worden. Während seiner Haft war er mehrmals in den Hungerstreik getreten.

(fh)