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Opec: Keine Einigung auf Fördergrenzen

Beim Treffen der Organisation erdölexportierender Länder Opec am Donnerstag in Wien konnte weiterhin keine Einigung über die Deckelung der Erdölfördermenge erzielt werden. Damit sei der Einsatz des Iran zur Bestimmung einer individuellen Länderquote für die Förderung gescheitert, kritisierte der iranische Ölminister Bijan Zanganeh: „Ohne Länderquoten kann die Opec nichts kontrollieren.“

Der Iran besteht auf seiner in der Vergangenheit erreichten Quote von 14,5 Prozent der gesamten Opec-Förderung. Damit versucht Teheran nach dem Ende der internationalen Sanktionen gegen den Iran wieder mehr eigenes Öl auf den Weltmarkt zu bringen und entsprechende Einnahmen zu erzielen. Laut offiziellen Angaben exportierte das Land im Mai gut zwei Millionen Barrel Öl am Tag. Das Ziel, die Menge auf vier Millionen Barrel täglich zu erhöhen, werde bald erreicht, so Zanganeh.

Der Ölpreis liegt derzeit bei knapp 50 Dollar pro Barrel. 2014 waren es über 100 Dollar, im Januar 2016 dann nur noch 25 Dollar pro Barrel.

Bei ihrer regulären halbjährlichen Sitzung in Wien wählten die Opec-Mitglieder Mohammed Barkindo zum neuen Generalsekretär. Der Nigerianer wird das Amt ab August für zunächst drei Jahre übernehmen. Bislang wurde die Opec von Abdalla El-Badri aus Libyen geleitet, dessen offizielle Amtszeit allerdings schon seit Jahren abgelaufen war. Doch gelang es den zerstrittenen Opec-Staaten lange Zeit nicht, sich auf einen Nachfolger zu einigen.

(fh)