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Opec gegen Senkung der Öl-Förderquote

Die Organisation erdölexportierender Länder Opec wird trotz der seit Monaten anhaltenden niedrigen Erdölpreise ihr bisheriges Förderziel von 30 Millionen Barrel am Tag nicht senken. Das entschieden die Energieminister der zwölf Opec-Staaten auf ihrer 166. Versammlung in Wien, berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Donnerstag. Noch am gleichen Tag kurz nach der Bekanntgabe der Entscheidung fiel der Ölpreis auf 72 Dollar pro Barrel und erreichte damit das niedrigste Niveau seit vier Jahren.

Das Opec-Mitglied Iran ist gegen die Entscheidung und schlägt statt dessen vor, die Fördermenge um eine Million Barrel auf 29 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren. Dem iranischen Ölminister Bijan Namdar Zanganeh zufolge hängen die derzeit niedrigen Ölpreise mit der hohen Fördermenge zusammen.

Für den Iran sind niedrige Ölpreise belastend, da das Land seinen Staatshaushalt vor allem durch den Ölexport finanziert. Für dieses Jahr hatte die Regierung in Teheran für ihr Jahresbudget einen Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel zugrunde gelegt. Nun müsse der Staat, um den durch die niedrigen Ölpreise entstandenen Verlust zu ersetzen, die Steuern erhöhen, so Zanganeh. Zudem gingen die Erdölexporte des Iran aufgrund der internationalen Sanktionen gegen das Land 2012 von 2,2 Millionen Barrel pro Tag auf 1,3 Million zurück.