Mehrheit für Geschlechtertrennung

200 der insgesamt 264 Abgeordneten stimmten am Mittwoch einer Erklärung zu, mit der das iranische Parlament die Einführung der Geschlechtertrennung für die Beschäftigten im Rathaus der iranischen Hauptstadt Teheran unterstützt. Die Geschlechtertrennung entspreche den islamischen Werten und würde zudem die Arbeitsleistung der Angestellten steigern, sagte der iranische Justizminister Mostafa Pour-Mohammadi, berichteten iranische Nachrichtenagenturen am Mittwoch.

Im Mai hatte der Teheraner Bürgermeister Mohammad Bagher Ghalibaf den Befehl erlassen, in der Stadtverwaltung Geschlechtertrennung einzuführen. Dabei sollen die Arbeitsplätze von Männern und Frauen räumlich getrennt werden, Leitungskräfte sollen möglichst nur männliche Assistenten und Bürokräfte beschäftigen. Ghalibaf begründete dies damit, dass es aus religiöser Sicht nicht angebracht sei, wenn Frauen mehr Zeit mit fremden Männern als mit ihren Ehemännern verbringen würden.

Iranische Frauenrechtsaktivistinnen bezeichneten die Regelung als diskriminierend sowie als  Missachtung der Frauen und der Gleichberechtigung.

(fh)