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Mehrere Tote durch Schweinegrippe

In den vergangenen Tagen sind in den iranischen Provinzen Kerman und Sistan-Belutschestan über 35 Menschen durch das Influenza-Virus H1N1, auch bekannt als Schweinegrippe, ums Leben gekommen. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Montag. Allein in der Stadt Sirjan in der südostiranischen Provinz Kerman seien bis zu 70 Schweinegrippe-Infizierte ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Gouverneur von Kerman, Alireza Razm Hosseini, hat Dienstag und Mittwoch alle Kindergärten und Schulen der Provinz schließen lassen.

Experten zufolge könnte der Ausbruch der Krankheit regionale Ursachen haben. Da die betroffenen Provinzen nahe der östlichen Nachbarländer Pakistan und Afghanistan liegen, könne das Virus durch Reisende ins Land gekommen sein. Durch Kerman führt die alte Straße von Teheran nach Pakistan und Afghanistan.

Das iranische Gesundheitsministerium hält den Ausbruch des Erregers allerdings für saisonbedingt. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Schweinegrippe sich in den kommenden Tagen in weiteren sieben Provinzen ausbreiten könnte. Dabei seien unter anderem die AnwohnerInnen der Hauptstadt Teheran gefährdet.

Die Schweinegrippe wurde vor acht Jahren erstmals im Iran registriert. Seitdem sind Dutzende Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, an der Krankheit gestorben.

(fh)