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Neue Zahlen über alleinerziehende Mütter

Im Iran ziehen rund 9.000 Mütter unter 20 Jahren ihre Kinder alleine auf. Das teilte die Beraterin des iranischen Arbeitsministers in Frauenangelegenheiten, Vahideh Negin, laut der Nachrichtenagentur ILNA mit. Etwa 549.000 alleinstehende Mütter seien zwischen 50 und 59 Jahre alt. Alleinerziehende Mütter verdienten durchschnittlich 34 Prozent weniger als alleinerziehende Väter, so Negin.

Im Iran wurden 2012 rund 2,5 Millionen alleinerziehende Mütter gezählt. Ihre Zahl ist damit innerhalb von fünf Jahren um 3 Prozent gestiegen. Nur knapp  ein Funftel von ihnen ist berufstätig. 72 Prozent der alleinstehenden Mütter verloren ihren Lebenspartner durch Tod, 10 Prozent durch Scheidung, sieben Prozent waren nie verheiratet.

Im Mai 2014 schlugen mehrere soziale Stiftungen einen Plan vor, der alleinstehende Mütter motivieren sollte, wieder zu heiraten. Ziel dabei sollte sein, einen passenden Familienfürsorger zu finden. Die „Imam Khomeini Relief Foundation“, die dem religiösen Führer Ayatollah Seyyed Ali Khamenei gehört, gab damals bekannt, 2.000 alleinstehende Frauen durch Beratung zu einer Eheschließung gebracht zu haben.

FrauenrechtlerInnen kritisieren solche Vorschläge und fordern stattdessen von der Regierung mehr staatliche Unterstützung für alleinerziehende Mütter.

(fh)