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Khomeini nicht bei Kandidatenprüfung

Hassan Khomeini, Enkel des verstorbenen Ayatollah Ruhollah Khomeini, hat an der vom iranischen Wächterrat durchgeführten Prüfung der KandidatInnen für die Wahl des Expertenrats am Dienstag nicht teilgenommen. Das teilte das persischsprachige Nachrichtenportal Khabaronline mit. Khomeini selbst hat sich bisher dazu nicht geäußert. Sein Bruder Ali Khomeini sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ISNA, Hassan sei zu der Prüfung nicht eingeladen gewesen. Laut dem Sprecher des Wächterrats, Nejatullah Ebrahimian, wurden die KandidatInnen per SMS geladen.

801 Personen, darunter erstmals zehn Frauen, haben sich in der vergangenen Woche als KandidatInnen für die bevorstehenden Expertenratswahlen im Februar 2016 registrieren lassen. 534 der KandidatInnen wurden zu der Prüfung am Dienstag eingeladen, darunter fünf Frauen. Laut offiziellen Angaben haben aber nur 400 der Geladenen teilgenommen. Mit der Prüfung testet der Wächterrat die religiösen Kenntnisse der KandidatInnen, die dem Gremium zufolge eine „wichtige Voraussetzung für die Zulassung zur Kandidatur“ seien. Die Prüfung fand in der iranischen Stadt Ghom statt. Die endgültige Liste der vom Wächterrat zugelassenen KandidatInnen wird voraussichtlich am 26. Januar veröffentlicht. Der konservative Wächterrat ist neben der Überprüfung von Beschlüssen des iranischen Parlaments auch für die Zulassung der KandidatInnen bei Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zuständig.

Am 26. Februar 2016 finden im Iran Parlaments- und Expertenratswahlen statt. Gewählt werden die 290 Abgeordneten für die 10. Legislaturperiode des Parlaments und die 86 Mitglieder für die 5. Legislaturperiode des Expertenrats.

(fh)